SPECIAL: Gamerausch: Unplaying Violence

Handlung

INDULTO (FRA 2025, Mélanie Courtinat, ca. 15 min)

HOW TO DISAPPEAR (AUT 2020, Total Refusal, 22 min)

SCENT (USA 2025, Alan Kwan, ca. 20 min)

Videospiele sind gewaltvoll, sie machen unsere Kinder traurig, einsam und aggressiv. Am besten man spielt sie gar nicht erst. Bedenken wie diese sind allzu vertraut aus den Jahrzehnten der Diskussion um Videospiele und ihr Verhältnis zu Gewalt. Zugleich haben sich Videospiele als Kunstform weiterentwickelt. Spieldesigner und Künstlerinnen haben Werke geschaffen, die sich kritisch mit sozialen und kulturellen Fragen auseinandersetzen – und die das Verhältnis von Gewalt und Spielen selbst reflektieren.

Wir werden drei besonders faszinierende Werke auf der großen Leinwand zeigen, die sich mit dieser Frage beschäftigen. Was heißt es, wenn Spiele Gewalt verweigern, wenn sie sich gewaltvollen Handlungen entziehen und sich mit der Schwere einer gewaltvollen Welt auseinandersetzen? Mélanie Courtinats wunderschönes Spiel INDULTO unterläuft die traditionelle Inszenierung von Videospiel-Gewalt, indem das Spiel dem unausweichlichen Weg eines Stierkämpfers zur Arena folgt. Der Kurzfilm HOW TO DISAPPEAR des österreichischen Kollektivs Total Refusal setzt sich mit den Problemen des Ungehorsams und des Desertierens im Online-Shooter BATTLEFIELD V auseinander. Und Alan Kwans filmisches Spiel SCENT folgt einem Hund, der in einer von Krieg heimgesuchten Landschaft die Seelen der Verstorbenen sammelt und dabei doch Hoffnung in der Finsternis entdeckt. Alle drei Werke erkunden Formen des Spielens, die sich von der Gewalt abwenden oder über sie hinausgehen, ihre Existenz zugleich aber anerkennen.

Nach einer Einführung von Medienwissenschaftler Dr. Lars Dolkemeyer werden wir alle drei Werke in Gänze präsentieren. Im Anschluss findet ein Q&A mit den Künstler*innen statt. Die Veranstaltung ist auf Englisch.

Auf einen Blick

Laufzeit
120 Min.